Europäische Hauptstadt

Luxemburg, Europäische Hauptstadt

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Luxemburg, das – nach Malta – zweitkleinste Mitgliedsland der heutigen Europäischen Union, stand an der Wiege des Vereinten Europas. Immerhin zählt das Großherzogtum nebst Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden zu den Staaten, die 1957 den Vertrag von Rom unterzeichneten. Mit den damit verbundenen Gründungen der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) und der EURATOM (Europäische Atomgemeinschaft) wurde die Keimzelle der späteren EU geschaffen. Die Stadt Luxemburg selbst ist gleichberechtigt mit Brüssel und Straßburg eine der drei offiziellen EU-Hauptstädte.

Bereits etliche Jahre vor der Unterzeichung des Vertrages von Rom war die luxemburgische Hauptstadt Schauplatz wichtiger gemeinschaftlicher Entscheidungen gewesen. 1952 wurde im Hôtel de Ville, dem Rathaus am Place Guillaume II, die Gründungsakte der EGKS (Hohe Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl) unterschrieben, welche die Vorgängerin aller folgenden Gemeinschaftsinstitutionen war. Die Hohe Behörde hatte ihren Sitz in einem Gebäude der heutigen Staatsbank und -sparkasse im Bahnhofsviertel.

Maßgeblich an der EGKS-Gründung beteiligt war der französische Staatsmann Robert Schuman, der 1886 in Luxemburg geboren wurde und als Pionier des Vereinigten Europas gilt. Schumans Geburtshaus, eine schmucke Villa im Vorort Clausen, ist heute Sitz des Europäischen Studien- und Forschungszentrums.

Am augenscheinlichsten wird diese Europäische Tradition auf dem Kirchberg-Plateau. In modernen Verwaltungsgebäuden sind dort seit den 1960er Jahren die meisten der in Luxemburg angesiedelten EU-Institutionen untergebracht, unter anderem das Generalsekretariat des Europäischen Parlamentes, der Europäische Gerichtshof, die Europäische Investitionsbank, der Europäische Rechnungshof, verschiedene Abteilungen der Europäischen Kommission sowie im Bahnhofsviertel das Europäische Amt für Veröffentlichungen.Ein symbolträchtiges Tor zu Europa und zum boomenden Kirchberg-Viertel ist der Place de l’Europe gleich hinter dem Pont Grande-Duchesse Charlotte, im Volksmund “Rote Brücke” genannt. Der Europa-Platz besticht durch futuristische Fassaden.

Das Alltagsleben ist ebenfalls durch und durch europäisch geprägt. In Geschäften, Restaurants und Bistros hört man die verschiedensten Sprachen der EU – von Französisch über Finnisch bis Estnisch. Von den über sechzig Prozent Ausländern, die in der luxemburgischen Hauptstadt leben und arbeiten, bilden die Angehörigen aus EU-Mitgliedstaaten mit neunzig Prozent die stärkste Gruppe.

 


Europäische Institutionen

Europahaus
7, rue du Marché-aux-Herbes
L-1728 Luxembourg
T. (+352) 43 01 37 833
F. (+352)43 01 37 836
E.
S. www.ec.europa.eu/luxembourg
Europäisches Parlament
Sekretariat
L-2929 Luxembourg
T. (+352) 43 00 - 1
S. www.europarl.europa.eu
Rat der Europäischen Union
L-2929 Luxembourg
T. (+352) 43 02 - 1
S. www.consilium.europa.eu/homepage.aspx?lang=fr
Europäische Kommission
Bâtiment Jean Monnet
rue Alcide de Gasperi
L-2920 Luxembourg
T. (+352) 43 01 - 1
S. www.ec.europa.eu
Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften
45, boulevard Konrad Adenauer
L-2925 Luxembourg
T. (+352) 43 03 - 1
S. www.curia.europa.eu

Europäischer Rechnungshof
12, rue Alcide de Gasperi
L-1615 Luxembourg
T. (+352) 43 98 - 1
S. www.eca.europa.eu

Europäische Investitionsbank (BEI)
100, boulevard Konrad Adenauer
L-2950 Luxembourg
T. (+352) 43 79 - 31 22
S. www.eib.org
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften
2, rue Mercier
L-2985 Luxembourg
T. (+352) 29 29 - 42 658
F. (+352) 29 29 - 42 758